Letzte Reise

Ich ging auf Facebook. Las einen Beitrag von einer Mutter die ihre Tochter verlor und ihr nicht getragenes Brautkleid an ein Elternpaar spenden will, für die eine Näherin ihr Brautkleid in einen Anzug oder ein Kleid umnähen soll, für die letzte Reise von dessen verstorbenen Kind. Sie sucht eine Näherin, die so etwas macht. Ich finde diesen Gedanken einfach wunderschön. Auch wenn ich innerlich einen Konflikt hege. Sollte das Kind nicht seine Lieblingsklamotten tragen dürfen? Worin es sich wohlfühlt. Geborgen und behütet. Einfach geliebt. So wie es war.Meine Familie und Ich bemalten den Sarg meiner kleinen Schwester mit Bildern, die sie mal gemalt hatte... An dem gleichen Tag, als sie starb, besuchte uns im Hospiz ein Pfarrer oder sowas ähnliches und versuchte sie "zurück zu holen". Sie hat gekämpft. Bis zum Schluss. Bis zum Schluss, als sie halluzinierte, nicht mehr richtig reden konnte und um sich schlug. Und ich bin stolz. Boah, ich heule wo ich das gerade schreibe. Ich bin einfach nur stolz. Stolz darauf, dass sie so lange für uns gekämpft hat. Sie hat es nie für sich gemacht, sie ist nicht einfach so schon zweimal zum Tod zu uns zurück gekommen. Aber meinen Eltern war das natürlich nicht genug. Ich bin stolz, weißt du... Du hast es verdient... verdient, dass du dich dann endlich treiben lassen durftest...loslassen... Ich hoffe, du weißt das, mein kleines großes Duddel Ich bin stolz

14.1.17 22:00

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